Verstopfte Rohre vermeiden: Wohin mit Altspeiseöl und -fett?

Nach dem Kochen wandert das gebrauchte Öl aus der Pfanne schnell in den Ausguss – scheinbar praktisch, aber mit unangenehmen Folgen. Denn was flüssig im Abfluss verschwindet, kühlt in den Rohren rasch ab und wird zäh. Gemeinsam mit anderen Ablagerungen entstehen so feste Fettklumpen, die Leitungen verengen, Gerüche verursachen und im schlimmsten Fall zu verstopften Abflüssen führen.
Genau darauf macht der Welttag der Rohrleitungen am 11. März aufmerksam. Er erinnert daran, wie wichtig funktionierende Rohrsysteme für Haushalte und Kanalisation sind und wie sehr wir in unserem Alltag dazu beitragen, sie zu belasten oder zu schützen.
Eine einfache Lösung bietet in Niederösterreich der NÖLI, der Sammelbehälter für Altspeiseöl und -fett. Der gelbe Drei-Liter-Behälter ist kostenlos bei Altstoff- bzw. Wertstoffzentren, Gemeinden oder Abfallverbänden erhältlich. Ist er voll, kann er von Ihnen einfach gegen einen sauberen NÖLI getauscht werden.
Was gehört (nicht) in den NÖLI?
In den NÖLI gehören beispielsweise gebrauchte Frittier- und Bratenfette, Speiseöle von eingelegten Lebensmitteln sowie Butter oder Schmalz. Nicht geeignet sind hingegen Mayonnaise, Dressings, Chemikalien oder andere Flüssigkeiten wie Motor- oder Mineralöl.
Mehr als nur Schutz vor Verstopfung
Die getrennte Sammlung bringt gleich mehrere Vorteile: Sie schützt Abflüsse und Kanalisation vor Ablagerungen und macht aus einem Abfallstoff einen wertvollen Rohstoff. Aus gesammelten Altspeiseölen und -fetten kann nämlich Biodiesel hergestellt werden – ein Treibstoff, der fossile Ressourcen schont und zur Reduktion von CO₂-Emissionen beiträgt.
Wer sein Altspeiseöl im NÖLI sammelt, hilft also gleich doppelt: Abflüsse bleiben frei und aus Abfall entsteht neue Energie.
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